Sonntag, 24. Mai 2009

Fitness und Entspannung...


... krieg ich ja noch nicht so wirklich hin.
Dem wird jetzt abgeholfen.
Ich wollte mein altes Fahrrad reparieren. Gangschaltung (billig) hinüber. Der BLÜ (=Bester Lebensgefährte Überhaupt) hat schon elfundneunzig mal daran herumgeschraubt, nun hat er aufgegeben. Das Licht geht auch immer kaputt.
Am Freitag wollten wir eigentlich Holz kaufen, der BLÜ will nämlich einen neuen Couchtisch bauen - sobald er die Schublade für seinen selbst gebauten Schreibtisch gebaut hat. Vorher muss er aber noch sein Klapptaschenmesser mit Damastklinge fertig stellen. Er steht dicht davor.
Nunja. Freitag war Brückentag, und es kam, was kommen musste: die favorisierte Holzhandlung hatte geschlossen. Unterwegs haben wir mehrere Fahrradläden gesehen. In Wittenau und Hermsdorf. Erst sind wir nach Hermsdorf, weil der BLÜ meinte, das sei lustiges Jungvolk, das da arbeite, und er hätte gute Erfahrungen. Nun, irgendwie war wohl der Firmenname noch der gleiche, aber das lustige Jungvolk war wohl abhanden gekommen. Jedenfalls wäre ich finanziell alles in allem mit ca. 130 bis 150 Euro dabei gewesen. Das Fahrrad hat aber nur 199 Euro gekostet.
Wir sind dann noch mal nach Wittenau gefahren, weil da im Schaufenster stand, es gäbe eine Abwrackprämie für alte Fahrräder beim Kauf eines neuen Rades.
Nur mal gucken.
Die Preise waren recht zivil. Wir konnten uns in Ruhe umschauen. Freundliche, aber tatsächlich unaufdringlich Verkäufer boten mehrfach ihre Hilfe an, zogen sich aber sofort zurück, weil wir ja wirklich nur geschaut haben.
Dann hatten wir tatsächlich zwei Fahrräder ins Visier genommen. Einer der freundlichen Verkäufer - weiße leicht wellige Haare, sonnengebräunt, Schnauzbart, eigentlich mach ich einen großen Bogen um solche Männer, aber dieses Exemplar war wirklich sehr freundlich, kompetent und ist super auf unsere Wünsche eingegangen - hat dann ein Fahrrad nach dem anderen eingestellt, luftgepumpt, und ich durfte herumgurken, ganz wie ich wollte. Ich wollte entgegen dem Tipp des Beraters ein 26er Rad - er meinte, bei meiner Körpergröße sei ein 28er besser geeignet, aber ich hab dann auf meine Sitzriesenfigur mit kurzen Beinen hingewiesen. Also hat er sofort umgeschwenkt.
Sehr angenehm: er hat nicht gleich die teuersten Fahrräder hervorgeholt (oh, da gab es schon was Schickes in orange-metallic mit hübschen Ornamenten von Kettler...).
Unsere engere-Wahl-Räder habe ich auch ausprobiert. Auch ein 28er habe ich ausprobiert.
Also, ich finde, mit einem 28er Rad bin ich ungelenk und behäbig. Auch wenn der bordeauxrote Metallic-Lack wunderschön war. Aber nun ist es ein 26er Rad in weißblau mit Sattelfederung, zwar sportlich, aber auch bequem, geworden.
Sponsored erstmal by BLÜ. Er hofft, dass er nun nicht mehr ständig an Gangschaltung und Licht herumschrauben muss. Und farblich sind wir im Partnerlook. Ist zwar eigentlich nicht unser Stil, aber was solls. Die Farbe und das eher hohe Gewicht des Stahlrohrrahmens hab ich dann ignoriert. Das war einfach das Rad, mit dem ich wendig und spritzig fahren konnte.
Das hat der BLÜ dann nachmittags auch gemerkt. So schnell war ich noch nie. Und das ohne Übung.
Nun wird unser Auto wohl öfter stehen bleiben. Es ist nämlich groß und unhandlich. (Peugeot 206 SW, Kleinwagen, der mal ein Kombi werden will, wenn er groß ist *g*)
Nun kann ich auch den Kurs für Frauen mit lackierten Fußnägeln (zumindest nach dem Flyer) von Radpartie Ulrike Wachotsch mitmachen. www.radpartie.de
Da kann frau ihre Radfahrtechnik verbessern.
Macht wer mit?

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